Die Nationalratswahlen sind vorbei und haben einen gewaltigen Rechtsruck gebracht. Mit rechten Themen und Parolen wurden viele Jugendliche erreicht und motiviert, rechts zu wählen. Seither sind vermehrt besorgniserregende Vorfälle passiert, die im Kleinen beginnen und beim neuen 3. Nationalratspräsidenten ihren Höhepunkt finden. »
Rechtsextremismus ist eine politische Ideologie, die oft als Erscheinung am „Rand der Gesellschaft“ dargestellt wird. Immer wieder wird Rechtsextremismus mit arbeitslosen, gelangweilten, betrunkenen Jugendlichen in Verbindung gebracht, die eigentlich gar nicht wissen was sie tun. Doch der Rechtsextremismus hat seine Wurzeln in der Mitte der Gesellschaft, viele Themen der extremen Rechten sind auch Themen der „Mitte“, also der gemäßigten Rechten. »
Als Kaderschmiede für die FPÖ sind in erster Linie Burschenschaften und die Jugendorganisation Ring Freiheitliche Jugend (RFJ) zu nennen. Beide Kaderschulen stellen eine wichtige Kontaktstelle zwischen der FPÖ und dem organisierten Rechtsextremismus dar. »
Nach der Lockerung des Verbotsgesetzes von 1945 und der De-facto-Amnestierung von NS-TäterInnen kam es bereits 1948 zur Parteigründung des Verband der Unabhängigen (VdU), der als Auffangbecken für „Ehemalige“ (NSDAP-Mitglieder) das so genannte „Dritte Lager“ wieder formierte.
Nach der Befreiung Österreichs im Jahr 1945 begann sich der Rechtsextremismus im darauf folgenden Jahrzehnt zu reorganisieren. Diese Reorganisation war stark geprägt vom Umgang Österreichs mit der eigenen Vergangenheit und deren “Bewältigung”. »











