Der Bund Freier Jugend (BFJ) bildete sich zu Jahresbeginn 2003 und ist seitdem eine der aktivsten Gruppen im rechtsextremen Jugendspektrum, vor allem in Oberösterreich. Das Zentrum seiner Aktivitäten ist vor allem der Zentralraum und das Innviertel, wobei der BFJ mittlerweile eine wichtige Netzwerkfunktion für viele verschiedene rechtsextreme Kleingruppen in Oberösterreich besitzt. Er entstand aus der Jugendgruppe der “Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP)” und ist stark an der völkischen Bewegung orientiert. Trotz des eigenen Namens kann der BFJ noch immer als Jugendorganisation der AFP gelten. »
“Wir betrachten die befreiten Zonen aus militanter Sicht, also aus der Sicht des politischen Aktivisten. Es geht keineswegs darum, eigenständige staatliche Gebilde oder ähnlichen Unsinn ins Leben zu rufen. Nein, befreite Zonen bedeutet für uns zweierlei: Einmal ist es die Etablierung einer Gegenmacht. Wir müssen Freiräume schaffen, in denen wir faktisch die Macht ausüben, in denen wir sanktionsfähig sind; das heißt wir bestrafen Abweichler und Feinde, wir unterstützen Kampfgefährtinnen und -gefährten, wir helfen unterdrückten, ausgegrenzten und verfolgten Mitbürgern. …” (”Vorderste Front” Nr1, 1991) »
Rechtsextremismus sowie Aktivitäten in diesem Umfeld gelten gemeinhin als Männerdomäne. Doch in den letzten Jahren scheint sich das stark zu ändern. Immer mehr Mädchen und Frauen tauchen auf rechtsradikalen Demonstrationen auf, schließen sich rechten Organisationen an oder bewegen sich in deren Umfeld. »
Rockbands als kriminelle Vereinigungen, rechte Liedermacher, Antisemitismus bei der Love-Parade und nordische Kämpfer für ein deutsches Volk – ein Streifzug durch die Untiefen rechter Jugendkultur. »
Über die politische Unterwanderung einer Jugendkultur
Ein rechtsextremes „Dunkelheitsfest“, ein Black-Metal-Konzert, das zunächst in NÖ und dann in Graz geplant war, sorgte für öffentliche Proteste der SJ, die schließlich zum Scheitern der Veranstaltung beitrugen. Was aber steht hinter den rechten Versuchen, bestimmte Jugendkulturen zu unterwandern? »











